EOD Raiffeisenhaus Wien, Obere Donaustraße 87-89, 1020 Wien, 2013

Auftraggeber:
Raiffeisenhaus Wien GesbR

Ort:
1020Wien, Österreich

Ausführungszeitraum:
2010 – 2013


Im Bereich der Oberen Donaustraße weist das anstehende Gelände eine Kote von ca. +7,80 mWN auf, was dem Niveau des künftigen Erdgeschossfußbodens entspricht. Für alle weiteren Bereiche des Baufeldes wird die Oberkante des zu sichernden Geländes durch die Gründungsebene der unmittelbar angrenzenden Bebauungen definiert. Da alle Gebäude des Dianazentrums einschließlich des im Zuge der Baumaßnahmen abgebrochenen OPEC-Gebäudes zwei Untergeschosse mit ähnlichen Gründungstiefen aufweisen, konnten die Maßnahmen zur Baugrubenumschließung und Gründung auf ein ca. 7 m unterhalb des Geländes befindliches Niveau angesiedelt werden. Einzig der unverbaute Geländesprung zur Oberen Donaustraße war hierzu vorab zu sichern. Eine besondere Randbedingung für das Baugrubenkonzept resultiert aus dem Umstand, dass die flankierenden Gebäude Raiffeisen und IBM flach fundiert sind.

Aufgrund der geometrischen Gegebenheiten sowie statischen Erfordernisse, welche maßgeblich aus der direkt angrenzenden Bebauung resultieren, bot sich die offene Deckelbauweise als wirtschaftlichstes Stützkonzept für die Baugrube an. Hierfür stehen die 40 cm starken, monolithisch an die Schlitzwände angeschlossenen Deckenscheiben des 3. bis 6. Untergeschosses als umlaufende und wenig nachgiebige Auflager für die Schlitzwände zur Verfügung. Um den Bauprozess zu begünstigen, ist die zentrale Öffnung der Deckel planerisch größtmöglich und den gesamten Gebäudekern freistellend gewählt worden. Im Bereich der sehr beschränkten BE-Fläche zur Oberen Donaustraße wurde eine weitere Öffnung zur Vertikalförderung des Aushubes vorgesehen.

Naturgemäß tragen die Deckel in der Scheibenebene über Ringtragwirkung und nur lokal untergeordnet über Biegung, was neben einer Mindestbetondruckfestigkeit die vollflächige Herstellung vor Aushub der Folgeebene voraussetzt. Vertikal sind die Deckelscheiben auf Primärstützen aus Doppel-T-Stahlprofilen aufgelagert, die wiederum in Schlitzwandbaretten fundiert sind. Diese Barette werden geichfalls als Gründungselemente für das spätere Gebäude herangezogen.

Unsere Leistungen:
•    Geotechnisch-statische Prüfung der Baugrubensicherung und Fundierung
•    Örtliche geotechnische Bauüberwachung

•    Messtechnische Überwachung der Baugrubensicherung

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