St. Anton a. A. Offene Bauweise Wolfsgrubentunnel, St. Anton a. A., 2002

Bauherr:
Österreichische Bundesbahnen

Auftraggeber:
Österreichische Bundesbahnen

Ort:
St. Anton a. A., Tirol, Österreich

Funktion:
Streckenneubau

Fertigstellung:
2002

Im Anschluß an den bergmännisch aufzufahrenden Wolfsgrubentunnel wird das Objekt „Offene Bauweise Wolfgrubentunnel“ in offener Bauweise errichtet. Aufgrund einer relativ schleifenden Verschneidung des Urgeländes mit der projektierten Bahntrasse ist ein rd. 45 m tiefer Voreinschnitt erforderlich, um talseitig eine für den bergmännischen Vortrieb ausreichende Überdeckung zu erreichen. Die Sicherung der seitlichen Baugrubenböschung wurde in Form von Nagelwänden mit Zwischenbermen durchgeführt.
Der Übergang zwischen dem Korbbogenprofil des Wolfsgrubentunnels und dem Kastenprofil der „Offenen Bauweise“ wird mit einer 1 m starken Brillenwand hergestellt. In diesem Bereich wird der Tunnelquerschnitt kontinuierlich von 2- auf 4- gleisig verzogen. Um die dort resultierenden Lasten aus den hohen Überlagerungen zu reduzieren und um die Spannweite der Deckenplatten zu verringern, werden die seitlichen Wandscheiben ab 5 m über SOK unter 45° geneigt nach oben gezogen, und die Deckenunterkante dadurch von den minimal er-forderlichen 7 m über SOK auf 9,3 m über SOK versetzt. Nach dieser Aufweitung erreicht der Querschnitt eine Breite, bei der zwischen den Gleisen 1 und 3 bzw. 2 und 4 Wandscheiben mit einer Stärke von 60 cm eingebaut werden können. Dadurch – und wegen der wesentlich geringeren Überlagerung kann ein rechteckiger Kasten-querschnitt mit zusätzlichen Wandscheiben ausgeführt werden. Aufgrund der hohen Bodenpressungen werden bei beiden Regelquerschnitten Flächenfundierungen mittels Sohlplatten mit einer Stärke von 1,20 m ausgeführt.

Unsere Leistungen:
• Örtliche Bauaufsicht:
Oberbauleitung-Stv

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