Turnhalle, Gisingen, 1992

Auftraggeber:
Tomaselli Bau GmbH

Ort:
Feldkirch, Vorarlberg, Österreich

Für einen Turnhallenzubau war eine 7 m tiefe Baugrube erforderlich. Das bestehende Gebäude wurde mit einer Hochdruckbodenvermörtelung (HDBV) unterfangen. Auf der anderen Baugrubenseite war die bestehende Kirche zu sichern. Der Abstand zwischen dem Kirchturm und dem Rand der Baugrube betrug 2,5 m. Für die Sicherung des Kirchturmes wurde eine tangierende Bohrpfahlwand hergestellt. Die Pfahlwand wurde am Kopfbalken und knapp über der Aushubsohle mit Vorspannankern verankert. Im restlichen Bereich der Baugrube erfolgte die Sicherung mit einer aufgelösten Pfahlwand. Im Zuge des Aushubes wurden die Pfahlzwischenräume durch ein Spritzbetongewölbe gesichert. In Abhängigkeit von der Art des Untergrundes, mußten die Abschlagtiefen teilweise bis auf 0,6 m reduziert werden. Anschließend wurde eine Betonausfachung ausgeführt, da die Wand gleichzeitig als Außenwand des Gebäudes verwendet werden sollte.
Zur Kontrolle des Setzungsverhaltens des Kirchturmes und des Kirchenschiffs wurde ein Präzisionsnivellement durchgeführt. Um Schiefstellungen des Turms rechtzeitig erkennen zu können, wurden an verschiedenen Stellen Clinometermeßstellen versetzt. Das Clinometer erlaubt eine Präzisionsmessung mit einer Genauigkeit von       0,001 mm/m. Die Schiefstellung des Turms lag nach Ende der Bauarbeiten bei weniger als 5 mm (bezogen auf die Kirchturmhöhe).

Unsere Leistungen:
• Ausarbeitung der Firmenvariante für die Baugrubenumschließung
• Überwachung der Spezialtiefbauarbeiten

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