Zu- und Umbau Schiffshafen, Bregenz, 2009

Auftraggeber:
Seestadt Bregenz Besitz- und Verwaltungs GmbH

Ort:
Bregenz, Vorarlberg, Österreich

Spezialtiefbau:
Keller Grundbau GmbH

Baumeisterarbeiten:
ARGE Tomaselli-Gabriel – Oberhauser-Schedler

Ausführungszeitraum:
Februar bis Mai 2009

Im Winter/Frühjahr 2009 wurden beim Schiffshafen Bregenz umfangreiche Zu- und Umbauarbeiten durchgeführt. Ziel der Umbaumaßnahmen waren verschiedene Aspekte:

• Vertiefung des Hafenbeckens für den Schifffahrtsbetrieb
• Verbreiterung des Uferstreifens parallel zum Radweg und zur Bahnlinie
• Neuerrichtung einer Marina für private Schiffseigner
• Herstellung des Sunset – Ufer, Gestaltung Westmolo
• Sanierung Molokopf
• Herstellung des neuen Hafengebäudes

Der Baugrund wurde durch 8 Rotationskernbohrungen und eine Reihe von Rammsondierungen in den Jahren 2000 und 2006 näher erkundet. Typisch für diesen Raum von Bregenz sind die mächtigen Seeablagerungen, welche hier überwiegend aus weichen bis örtlich auch breiigen Seetonen bestehen. Untergeordnet treten auch Feinsande und örtlich oberflächennah künstliche Ablagerungen, bestehend aus Kiesen, Steinen und Blöcken zu Tage.

Als Folge der Ausbaggerung des Hafenareals für die Großschifffahrt waren bestehende Spundwände mit Vorspannankern mit Längen bis zu 25 m zu sichern. Für die Uferverbreiterung parallel zum Radweg war es notwendig, dass die beim Hafenaushub anfallenden Seesedimente aus dem Hafenbecken widerum eingebaut werden. Als Abschluss zum Ufer wurde eine Fangedammkonstruktion mit Kiesverfüllung gewählt. Der in breiig flüssigem Zustand eingebaute Seeboden wurde anschließend durch Vertikaldräns entwässert. Schlussendlich wurde eine Ballastschüttung zur Beschleunigung der Konsilidation des Untergrundes aufgebracht. Die Ballastschüttung soll noch bis zum Jahr 2010 verbleiben. Der Konsilidationsprozess wird durch die Überwachung des Porenwasserdruckes und begleitende geodätische Messungen überprüft.

Die Fundierung des Molokopfes erfolgte mit Kleinverpresspfählen mit Längen bis zu 16 m. Die Fertigteilelemente für den Sunset wurden auf Kleinverpresspfählen fundiert.

Die Arbeiten wurden in der kurzen Zeit von Februar bis Mai 2009 durchgeführt. 2010 soll das neue Hafengebäude auf Duktilpfählen fundiert und errichtet werden.

Investitionssumme: 7 Mio. Euro

Unsere Leistungen:
• Geotechnisches Gutachten
• Geotechnische Messungen
• Baubegleitende geotechnische Beratung

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